Ist das nicht altmodisch? Überholt? Hmm, nein. Für mich nicht.
Meine Geschichte unserer Verlobung ist eigentlich ziemlich lange, aber ich versuche die Highlights hier festzuhalten.Die Vorbereitungen

DSC03887.JPGTja, wie soll ich es sagen. Am Ende war es der 31. August 2007. Das Datum ist DSC02176.JPGnun nicht so relevant. Was vielleicht anzumerken wäre ist, dass es mein 4. Anlauf zum Heiratsantrag war. Die ersten 3 sind aufgrund von unwägbaren Hindernissen – z.B.: liefen auf einmal Heerscharen von Taschenkrebsen über den sonst so romantischen Sandstrand auf La Digue, oder ich musste 10h in Oslo am Flughafen auf den Anschlussflug nach Tromsö warten, oder wir wurden in Schweden von den imm121.JPGMücken vertrieben.

DSC04080.JPGDas Kästchen des Verlobungsrings schaut dementsprechend “verreist” aus. Es hat ja auch schon einige Geschichten zu erzählen. Aber zumindest in den Vorbereitungen habe ich durch meine vorangegangenen Versuche schon profitiert. Ich glaube Lissy hat nichts geahnt.

Was dann so noch im Laufe der Zeit dazukommt, sind so… ich nenn sie mal “Frühstücksgeschichten”. Eines Sonntag Morgens (weit vor der Verlobung) kam beim Familienfrühstück die Sprache aufs Heiraten. Plötzlich meinte Rainer (der Vater der Braut) :” Bevor ich Dir die Hand meiner Tochter gebe mußt DSC04208.JPGDu mir schon beweisen, das du es “”würdig”" bist. Ich denke da an den Ötztalmarathon oder so…” Naja. Nach zähem Verhandeln habe ich mich dann ködern lassen und es auf eine Timmelsjoch (2.474m ü. A.) Tour reduziert. Ich persönlich finde, das das reicht. Ehrlich. Der Termin steht noch nicht fest, aber ich komme da vor der Hochzeit wohl nicht herum.

Gut. soviel zu den Vorgeschichten und Nebenabreden.

Das mit dem Heiratsantrag war nicht leicht für mich. Denn es muss einfach alles stimmen. Es darf nicht zuviel Geheimnis sein, es sollte ein außergewöhnlicher Ort sein wir sollten beide entspannt hinkommen und wir sollten uns beide gern an diesen Tag und an den Antrag erinnern. Was ich auch vorher schon wusste war, dass Lissy den Heiratsantrag weder über Radio noch Fernsehen hören wollte. Das kam mir sehr gelegen da ich sie auch lieber in trauter Zweisamkeit fragen wollte.

Die Geschichte

Lissy hat oft davon gesprochen, dass Sie noch nie in InnsbruckDSC04185.JPG war, und schon soviel von der Stadt gehört hat. Deshalb haben wir unseren geplanten – bevor das Baby kommt noch einmal zu zweit – Urlaub in Südtirol durch einen Abstecher nach Innsbruck verlängert. Innsbruck war deswegen für mich optimal, da ich den Heiratsantrag gerne mit einer unvergesslichen Aussicht kombinieren wollte. In Innsbruck angekommen sind ins neue Ibis Hotel am Bahnhof eingezogen un haben zuerst einmal Innsbruck erkundet. Da war ich sehr stolz auf Lissy, wie sie den ganzen Fußmarsch im 7 Monat so durchgehalten hat.

Der Abend

Am Abend habe ich Ihr nur gesagt, sie müsse sich “aufbrezeln” wir gehen Essen – ich im Anzug, Lissy in einem Schwarzen (Umstands-) Kleid mit Rosa Pullover und Mantel. Mit dem Auto ging es dann zur Hungerburgbahn. Die Seilbahn startet ein wenig über Innsbruck und bringt uns auf die Hungerburg wo ich vorab einen Tisch für 2 für uns Reserviert hatte. Vor der Nachspeise bat ich Sie dann mit mir nach draußen DSC04141.JPGauf die Terrasse zu gehen um die Aussicht über Innsbruck zu genießen. Zuerst wusste ich nicht, warum draußen in Eisenkörben Holz brannte, aber als ich dann die Tür öffnete ahnte ich warum. Es hatte sicher weniger als 15°C. Dadurch waren wir aber die einzigen draußen und ich fühlte mich meiner Sache sicher.

Wir saßen dann alleine draußen im Dunklen und blickten über das leuchtende Innsbruck. Direkt neben uns knisterte ein Eisenkorb voller Holz um uns ein wenig zu wärmen. Danach setzte ich mich neben Sie und holte das “verreiste” Schmuckkästchen aus meiner Jackentasche und erzählte Lissy die Geschichten wo wir drei schon überall gemeinsam waren. Ich erzählte ihr einige Zusammenhänge und erinnerte Sie an Situationen und langsam begann sie zu verstehen. Mein Hals war wirklich trocken und ich konnte dann am DSC04152.JPGDSC04151.JPGEnde kaum sprechen. Eine Generalprobe gab es ja nie und wer sagt sich diesen Satz schon andauernd vor sich hin… nur so zum Üben. Als ich Sie dann gefragt hatte wurde mir kurz flau im Bauch aber die Antwort kam von Lissy auch gleich und mit einem freudigen strahlen. Daraufhin sind wir uns noch in den Armen gelegen bis uns zu kalt war.
An das Dessert kann ich mich dann nicht mehr erinnern. Zu groß war meine Anspannung und Freude über das was und wie es passiert war.
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