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Obertauern im Nebel und mein
Test mit dem Virus UFC

zuerst dachte ich, die Kamera meines Telefon ist kaputt. Bei genauerem betrachten hat die Kamera aber nur meine eigene Wahrnehmung eingefangen.

Ich war in Obertauern für ein Wochenende. Männerwochenende zum Snowboarden. Mit Hr. Rauscher und Hr. Patterer. Die Anreise aus Frankfurt hat sich wirklich gelohnt. Das Schigebiet konnten wir zwar erst am Sonntag so richtig bewundern – am Samstag war Nebel und leichter Schneefall – aber der Tag hat sich gelohnt.

Gelohnt hat es sich für mich deswegen, da ich nun die richtige Einstellung für mein Brett gefunden habe. Wahnsinn. Wenn jemand (zurecht) überlegt ob ein Virus UFC das richtige Brett ist, dann kann ich hier die Zweifel nehmen. Für mich als Materialfahrer gab es technisch noch keinen besseren Tag. In der Früh auf harten/ eisigen Pisten perfekter Kantengriff, mühelose Jumpturns und weiche Landungen. Am Nachmittag wenn dann die engen Pisten schon zerfahren sind, auf der Kante durch die Hügel. Das einzig störende am Nachmittag sind die Schuhe die den Schnee aufstauen und bremsen. Ein Brett das so variantenreich zu fahren ist und sich trotzdem so ruhig durch den Nachmittags- Schnee wühlt bin ich noch nie gefahren. Wahnsinn.

Einzig die geistige Verfassung war, wie das Foto vom Sonntag vermuten lässt, nicht die richtige.Obertauern nach dem Nebel
Die Gasthauskultur in Obertauern ist von beeindruckender Varietät. Von der Lürzer Alm mit Ihren 1000 Vergnügungssüchtigen über das Freudenhaus gegenüber mit gelungener Mischung aus Qualität und Design bis hin zum Hotel mit den einheimischen Benzinbrüdern. Was aber auffällt: Auf allen Optisch eindrucksvollen Gebäuden steht irgendwo Lürzer. Das ist wohl sowas wie ein Markenzeichen für guten Geschmack in Obertauern. Stimmt. Trifft den Zahn der Zeit und nimmt dem Design das Elitäre, eigenständige und führt es auf den Kommerz zurück. Trotzdem habe ich mich wohlgefühlt.

Was ich aber in Österreich unterträglich finde ist das Rauchen. Überall. Am Lift, am Klo und in den Lokalen sowieso. Außer wenn Essen serviert wird. Zumindest solange die Tür offen ist. Danach darf auch im Freudenhaus geraucht werden. Grauenhaft. Warum das noch ist? Der eine spricht von schwacher Legislative, der andere von wirtshausfreundlicher Gesetzgebung. Ich meine: Aufhören und draußen rauchen. Zum Pinkeln geht der eine ja auch raus. Ich glaube das viele Deutsche nur zum Rauchen nach Österreich fahren. So das wars mit der Polemik. Keine Chance dem Moralischen!

In fünf Tagen zum Schistar?

Wohl kaum. Aber Wendelin hat es in fünf Tagen geschafft alleine Schi zu fahren. Gottseidank kann ich mich nicht mehr erinnern wie ich Schifahren gelernt habe, aber ich war sicher mindestens so begabt wie er. Wir haben vom Katschi Abschied genommen und sind wieder in Frankfurt “gelandet”. Die Erinnerung an einen sehr schönen Winterurlaub bleibt. Im Video habe ich die Co-Produktion (Lissy-Oma-Tante Agi-Familien Brandstätter und Nageler) von Wendelins schifahrkünsten in der Schischule kurz zusammengeschnitten und mit unserem Winterhit hinterlegt damit wir den Ohrwurm bis zur Italienreise nicht mehr vergessen. Danke an alle Freunde die den Urlaub mit uns verbracht haben. Wir hatten einen großen Spass!

Wir sind am Berg

Katschberg. Heute schneit es. Deswegen gab es einen Ruhetag für die Erwachsenen. Wendelin bekam nicht frei und mußte in die Schischule. Aber *wir sind sehr stolz* er fährt alleine Tellerlift und darf Morgen auf die große Piste!

Hier kurz ein paar Impressionen vorab von unseren letzten Tagen:

Nun bin ich Erwachsen

genug um auch mit den kleinen Bällen zu spielen. Zuerst kam Eishockey, dann Nohtn und nun habe ich in meiner letzten Ferienwoche bei Lufthansa doch noch das Golfen erlernt und den Platzreifekurs gemacht. Auf das Zertifikat warte ich noch, aber es hat wirklich großen Spass gemacht.

Nachdem viele Bekannte immer extremer werden (Schwager I macht den Ironman in 11h, Schwager II läuft Marathon, Freund läuft den Transalpine Run) habe ich mir einen ruhigen, beständigen Sport ausgesucht. Das Equipment, schon vor 4 Jahren billig aus China importiert und schon Bizent erprobt, wurde nun seiner eigentlichen Verwendung zugeführt. Von Montag bis Freitag jeden Tag von 09:30 bis 12:00 Training am Golfplatz am Millstättersee. Alleine die Location ist schon einmal einen Besuch wert. Nick, der Trainer hatte auch die richtige Geduld mit seiner Anfängertruppe und trotz “schwerer” theoretischer Prüfung habe ich nun ein Handicap von 54. Niedrig genug um auf den Platz gelassen zu werden.

Wendelin durfte sich in der Zeit bei Oma, den Cousinen und Verwandten austoben und hat sich auch sehr wohlgefühlt. Lissy mußte leider in Frankfurt bleiben und arbeiten.

Am Samstag vor der Prüfung und der Rückreise wollte ich mir noch einen Sonnenaufgang am Berg anschauen und bin mit meinem Kollegen und seiner charmanten Begleitung aufs Goldeck: Zunächst Verschlafen – dann aufstehen um 03:55 – Anfahrt auf den Berg – Gipfelankunft um 05:30 und dann den Sonnenaufgang beobachtet. Danach die Platzreifeprüfung, schnell wieder Heim und ab zum Flughafen und Heim zu Lissy nach Frankfurt. Hier ein paar Impressionen von ebendiesem Samstag:

Englische Hochzeiten

sind immer etwas spezielles. Als uns Lissys Freund Jas zu seiner Hochzeit eingeladen hat, haben wir uns sehr gefreut. Das Programm bestand aus einem indischen und einem katholischen Teil. Besonders auf den indischen Teil im Sikh Tempel waren wir schon sehr gespannt.

Am Freitag sind wir pünktlich in BHX gelandet und haben uns dann vorab bei Jas´ Familie im Garten zu einem traditionellen indischen Treffen wieder gefunden. Das war schon sehr spannend. Tanzende indische Männer und Frauen mit Vasen am Kopf. Ach, wir mußten ja auch, sonst bringt das Unglück für das Brautpaar! Am nächsten Tag dann um 9h Treffen im Sikh Tempel. Traditionell im Porsche…

Die indische Feier war für mich sehr schwierig da ich kein Panjabi verstehe, aber auf jeden Fall bunt und interessant. Die Zeremonie war was besonderes und die Kirche am Nachmittag hat das Fest abgerundet. Wir hatten ein sehr schönes Fest mit vielen guten Freunden und haben uns auch herzlich Willkommen gefühlt. Nun noch ein paar Fotos damit ein besserer Eindruck entsteht, wie ich mir einen Indischen Maharadscha vorstelle.



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