Männerurlaub

Der erste intrafamiläre Männerurlaub war ein voller Erfolg. Da Lissy leider schon wieder arbeiten mußte sind Wendelin und ich kurzentschlossen nach Göteborg zu Hr. John aufgebrochen. Der eigentliche Grund war das Universeum wir wollten aber auch ein wenig Sightseeing machen. Also für 4 Tage nach Göteborg. Wir starteten unsere Reise am Montag und sind standby mit einer MD87 der SAS von FRA nach GOT geflogen. Der Flug war mit Wendelin kein Problem,
Wendelin in Göteborg

da wir in der ersten Reihe genug Platz hatten uns auszubreiten. Die 1:40 Flugzeit vergingen wirklich “wie im Flug”. Am Flughafen angekommen zunächst das Rätsel um dem Kinderwagen. Wo kommt der denn raus? Ich entschloss mich runter in die Gepäckausgabehalle zu gehen und dort zu schauen. Der Flughafen ist nordisch geradlinig durchgestylt und doch sehr übersichtlich für den zweitgrößten Flughafen Schwedens. Nachdem wir das Reisebett, unsere Tasche, die Rücksäcke und den Kinderwagen ohne Probleme bekommen hatten gings zum Flygbussarna der alle 30min direkt vor der Tür abfährt. Alles kein Problem. Beim Aussteigen am Korsvägen wurde es dann ein wenig hektisch aber auch unproblematisch.

Das Wetter war unstimmig. Es wechselte alle 30min die Stimmung und zum Empfang in Göteborg wurden wir von einem vertrauten Wetterphänomen begrüßt. Dem “Salzburger Schnürlregen” nur halt in Göteborg. Wie das Wetter über die Zeit genau war kann ich nun nicht mehr rekapitulieren, aber außer Schneefall war doch alles dabei. Trotzdem hat Göteborg bei mir keinen naßkalten und matten Eindruck hinterlassen.

Nach dem Einquartieren beim Hr. John wurde erst einmal die Wohnung auf ihre kinderfreundlichkeit überprüft. So ganz bestanden wurde der Test nicht. Der Kopfkrauler war einfach zu verlockend. Danke Hr. John für die Unterkunft und die nötige Toleranz die du gegenüber unseres unkonventionellen Besuchs aufgebracht hast!

Göteborg selbst ist wirklich einen Besuch wert. Zum Bootfahren sind wir nicht gekommen. Da hat die Zeit nicht mehr gereicht. Außerdem mag Wendelin viel lieber Bagger, Laster und “Tatü-Tatas” in allen Variationen. Von wegen Architektur, schöne Plätze oder Parkanlagen, nein, eine Baustelle vor der zentralen schwedischen Kirche hat es ihm beim Sightseeing am meinsten angetan. Nur mit Tricks konnte ich ihn wieder vom Zaun wegbewegen.

Schweden ist mit Kindern wirklich unproblematisch. Es findet sich fast immer ein Aufgang oder ein Lift der mit dem Kinderwagen befahrbar ist. Alle Toiletten die wir so aufgesucht haben waren sauber und auch zum Wickeln gab es immer eine Möglichkeit. In den Einkaufszentren sogar mit Windeln. Was mir nicht gefehlt hat waren die Damen und Herren die in Deutschland (ja und nun auch schon in Österreich) vor den Klos sitzen und einen Obolus für die angebliche Säuberung der Toiletten wollen. Nix zu sehen in Schweden. Trotzdem sauber. Irgendwie muß das ja gehen. Putzen für die Rendite? Oder doch nur nutzungsgerechte Verrechnung der Sanitären Anlagen…