Novarock 2009

aber nur kurz. Kurzfristig am Donnerstag hab ich mich entschieden dieses Jahr doch noch Faith No More, NIN und Metallica anzuschauen. Dafür war der Freitag bei Novarock wie geschaffen. Alles war perfekt geplant. Zuerst arbeiten, dann Auto in die Tiefgarage, ab zum Flughafen, und nach VIE geflogen. Natürlich kam mir entgegen, dass Mario und Trond schon am Donnerstag angereist waren und mir zugeredet haben zu kommen. Dadurch hatte ich auch gleich einen spitzen Transfer mit guter Unterhaltung vom Flughafen zum Festivalgelände.

Ah, zuerst noch schnell zur Bank am Flughafen die Karte holen und danach zum Billa Proviant (in flüssiger Form) einkaufen.

Erstes Manko: Telefonieren am Festivalgelände ging nicht. Ich denke mein Provider (telering) hat da eine Sperre eingbaut, damit die Teilnehmer die unter €5 Grundgebühr zahlen nicht zum Zug kommen. Mit dem Roaming Handy kam ich zumindest zur Verbindung. Mario konnte aber (wohl wegen der gleichen telering Thematik) nicht abheben. Tja, das liebe Geld macht auch vor Festivalien nicht halt. Ich werde einmal den Martin fragen ob er bei Woodstockenboi auch bei den Handymasten mitverdient….

Fakt ist, wir haben uns getroffen und sind gegen 16:00 auf das Gelände – Gogol Bordello. Lustig ja, unterhaltsam, vielleicht. Immerhin ist diesmal  niemand eingeschlafen. Danach haben wir uns in die vordere Zone geschlichen um unsere Helden der Jugend aus nächster Nähe zu sehen.

Faith No More in Originalbesetzung war da. In Anzügen und in voller Lautstärke. Ich kann mich auf den Starter nicht mehr erinnern, aber es war wieder so wie früher. Hier die Setlist des Auftritts.

Highlights? Ja: “The gentle art of making enemies” und “Be Aggressive”

Wie früher. Das bemerkte auch ein findiger Journalist der Frankfurter Rundschau und hat das FNM Konzert in Frankfurt mit einem Stern (von möglichen 5) abgekanzelt. Keine Weiterentwicklung… die Tour wohl nur wegen Geldmangel… Unsere Helden!

Egal. Wir haben unser Bestes gegeben um bei “Be Aggressive” nicht den Einsatz zu verpassen.

Danach noch kurz NIN aus den hinteren Reihen. Wir wollten nicht zu spät zu Metallica kommen. Das neue Album war viel versprechend und wir wollten “The Ecstacy of Gold” nicht verpassen. Ja, ein gewaltiger Anfang. Blackended. So oder so ähnlich muß wohl auch der für Nickelsdorf zuständige Wettergott sich geführt haben. Just zum Beginn von Metallica wurden die Schleusen geöffnet und es regnete in Strömen. Normalerweise macht das beim Festival nix. Jeder steht so dicht gedrängt, dass der Regen durch die Kaputzen und die dichten Jacke abgehalten wird.

Diesmal nicht. Es hat durch die Menge durch geregnet. Bis in die Schuhe rein. Shit. Nix gesehen und die Menge hat sich aufgelöst. Kalt und nass. Ein Nebeneffekt der Ausläufer der Puszta: bei Regen verwandelt sich das Novarock Gelände zu einem riesigen Schlammloch.  Da bleiben Schuhe stecken, werden Gummistiefel versteigert und da wird im Schlamm nach Dosenbieren gesucht. In Anbetracht des Wetters haben wir das Konzert auch bei “One” abgebrochen und uns den Rest im Zelt angehört. Ich glaube bei “Lost Caress” bin ich dann eingeschlafen. Schade. Aber einem gewissen Alter siegt die Vernunft über den Festival getrübten Sinn für die echte Welt und dann man gibt auf.

Hier noch ein paar Impressionen vom Festival, die ich mit meinem iPhone festhalten konnte.

Die Rückreise wurde von mir mit dem Novarock Express vom Bhf. Nickelsdorf nach Wien Süd und dann zum Flughafen zurückgelegt.

Ich fand es einen gelungenen Start ins Wochenende. Danke an die Damen und Herren – in meiner Familie und in den neuen Familien – die diesen Trip so kurzfristig möglich gemacht haben.