Wendelin und die Krabbelstube
Eigentlich haben wir es geschafft. Wir haben einen Platz in einer Krabbelstube in Frankfurt-Sindlingen. Um dieses Satz schreiben zu können haben wir einiges durchgemacht. Vorab kann ich schon allen (werdenden) Eltern in Frankfurt mit auf den Weg geben: Krabbelstubenplätze sind Mangelware.
Zuerst aber zur Vorgeschichte: Nach meiner Elternzeit bin ich wieder voll Berufstätig und Lissy will auch ihre Ausbildung zur Fachärztin weitermachen. Beides Vollzeitjobs. Also brauchen wir eine Krabbelstube die von 8h bis 17h die Kinder betreut. Das schränkt schon sehr ein, ist aber kein Hindernis. Es gibt in Frankfurt mehr als 10 Krabbelstuben die eine solche Betreuung anbieten. Also sind wir losgelaufen.Nichtsahnend haben wir uns im Oktober leichtfüßig dran gemacht eine Krabbelstube/ Kita für Wendelin zu suchen. Wir haben zunächst einmal in unserer näheren Umgebung begonnen 5 Krabbelstuben anzurufen. Bumm. Die Antworten waren ernüchternd. Wir haben vieles gehört. Von: “Rufen Sie in 4 Wochen wieder an. Unsere Warte liste ist derzeit zu lange, wir nehmen niemanden mehr auf die W a r t e l i s t e”, über “Ja wir setzen Sie gern auf die Warteliste. Garantieren können wir aber nichts. Vielleicht klappt es in einem halben Jahr…” bis hin zu “Sie sind dann auf der Warteliste auf Platz 125.”. Es war richtiggehend frustrierend. Lissy hat dann angefangen zu den Krabbis hinzufahren und persönlich vorstellig zu werden. Auch ohne Erfolg. Bei zwei Krabbelstuben hat es immerhin zu einer Besichtigung geführt. Da wurde mir schon ein wenig klarer das es gewaltige Unterschiede bei den Krabbis gibt.
Die Firmenfinanzierten, die die komplett in öffentlicher Hand sind und die diversen Mischformen. Jede Form bevorzugt natürlich andere Zielgruppen. Natürlich wird das niemand laut zugeben, aber das war unsere Erfahrung. Die Firmenfinanzierten werden übier die sponsornden Firmen bestückt. Klar. Die der Stadt Frankfurt werden zuerst mit den Sozial-Schwächeren aufgefüllt und dann nach einem öffentlichen Verfahren der Stadt Frankfurt ausgewählt und die Mischfinanzierten müssen sich auch an Regeln halten. Die sind jedoch nicht wirklich klar. Fakt ist, es ist möglich innerhalb eines halben Jahres einen Platz in einer Krabbelstube zu bekommen. Wenn die Einschränkungen nicht zu groß sind. Wendelin ist ab dem 2. Feber in einer, wie ich finde, sehr guten Krabbi untergekommen. Die Gründe dafür kann ich leider nicht nennen. Nein, keine Geheimhaltung. Ich kenne Sie schlicht nicht. Vielleicht haten wir einfach nur Glück und es wurde ein Platz frei.
Rückblickend gab es nur einen Weg die Sache zu beschleunigen: Alle Krabbis die in Frage kommen anrufen, auf die Wartelisten setzen und alle 2 Wochen Nachfragen. Sonst? Warten und nicht lästig werden. Diese Erfahrung mußten wir wohl auch einmal machen.
Nun sind wir mitten in der Eingewöhnung. Seit Anfang Feber fährt Lissy mit Mr. W jeden Tag in die Krabbi und versucht am täglichen Leben in der Krabbi teilzunehmen. Der Anfang hat uns hoffnungsfroh gestimmt. Doch, und das ist auch normal, sogleich kommt die erste Krankheit. Bei uns war es ein Brechdurchfall-Erreger. Der Wendelin war eine Woche lang richtig Krank. Bis 40° Fieber, Durchfall und total schlecht drauf. Krank eben.
Er hat uns wirklich Leid getan. Damit aber nicht genug. Die erste Krankheit geht dann auch gleich auf die ganze Familie über. So hat es bis auf mich alle hier im Haus mehr oder weniger erwischt. Übel. Ich hoffe das bleibt uns in Zukunft in der Form erspart.
Durch die Krankheit hat es ihn dann natürlich aus der Eingewöhnung rausgehauen. Als er dann wieder Gesund war (aber noch nicht ganz der alte) ging es wieder zur Eingewöhnung. Nun haben wir noch 3 Tage Zeit und am nächsten Montag geht es dann richtig los. Wir sind schon sehr gespannt wie wir das gemeinsam schaffen werden.
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Aktuell ist er aber wieder gut drauf. Wir waren ja schon am Faschingsumzug.Hier noch ein paar aktuelle Fotos: