Direttissima
Italienisch für Anfänger. Man nehme einen Berg, in unserem Fall das Aineck (2220m) im Schigebiet Katschberg. Dann baut der findige Seilbahnmagnat eine schöne 4km lange Familienabfahrt mit 8 Kehren als Rote Piste den Berg runter bis auf die Katschberghöhe (1641m). Bis hierher noch kein italienisch. In einer hellen Minute, nach 5 Bier in der Gamskogelhütte dann die Idee. Warum nicht direkt den Berg hinunter? 579hm auf einer Pistenlänge von 2500m? Damit war die Direttissima erfunden. Damit wurde eine aber auch eine extreme Abfahrt geschaffen. Der erste Teil hat ein Gefälle von 100% – also 1m vor, 1m nach unten. Der Anfang reizt mich als Snowboarder am meisten. Die Piste geht nach vorne und es öffnet sich ein wunderschöner Blick über den Katschberg. ![]()
Aber die Piste – wo ist denn die Piste? Der erste Teil ist so steil, dass es der ungeübte Schifahrer leicht übersieht und dann plötzlich mitten im ersten Steilhang steht. Bumm. Rauf geht es dann nicht mehr. Selbst die Pistenraupen können den Hang hier nur mit Seilwinde präparieren. Ein falscher Schwung und der erste Steilhang wird am Hinterteil überwunden. Am Anfang der Piste ist zwar ein Warnhinweis angebracht, aber der ist leicht zu übersehen…
Also nun der Tip von mir: Am besten gleich um 11h oben stehen. Dann ist die ganze Direttissima in der Sonne und bei perfekter Sicht und glatter Piste so viele Turns wie möglich setzen. 6 Mal habe ich es an diesem Tag geschafft. Dann war ich fertig. Körperlich und geistig. Es war ein gelungener Tag. Hier noch die Fotos – gemacht mit meinem iPhone, also nicht erschrecken.
herr kaltenhofer macht mir konkurrenz! wenn das so ist, bekommst du bald einen account für meinen skiblog